JuLis und Piraten: am besten totschweigen
Die beste Strategie ist, die Piratenpartei gar nicht erst selbst aktiv ins Gespräch zu bringen undOder "interne" Rundschreiben.
dadurch ihren Bekanntheitsgrad weiter zu steigern (keine gemeinsamen Aktionen oder
Pressemitteilungen).
Jedoch ist sie [die FDP] auch immer schon die Partei der Bürgerrechte gewesen."immer schon" bitte durch "früher mal" ersetzen.
Guido Westerwelle hat daher auch bereits 2007 in Interviews klargestellt, dass die Liberalen im Falle einer Regierungsbeteiligung Bürgerrechtseinschränkungen der Großen Koalition zurück nehmen werden.Selbstverständlich nicht alle. Diese hier z.B. nur im Falle einer Nicht-Regierungsbeteiligung.
„Beim Thema Bürgerrechte sind die Liberalen überhaupt nicht glaubwürdig!“Buahaha, "Stimmt nich!" - "Stimmt ja wohl!" :-D
Antwort: Das sind sie doch.
In der FDP gibt es ältere und jüngere Politiker, die für das Thema Bürgerrechte stehen. Das sind beispielsweise Burkhard Hirsch, Gerhard Baum, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Max Stadler, Gisela Piltz und Alexander Alvaro.Interessant, dass von den sechs genannten nur zwei für den Bundestag kandidieren.
Auch in den Ländern wurde für die Bürgerrechte einiges erreicht.Zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen.
„Selbst wenn die FDP für Bürgerrechte stünde, in eurer Wunschkoalition mit der Union würdet ihr doch sowieso einknicken!“Ihr holt Euch bestimmt die SPD als Euren Juniorpartner ins Boot... obwohl, moment! Ich hab das Gefühl mein Kalender ist kaputt.
Antwort: Die FDP hat bisher keine Koalitionsaussage beschlossen. Diese wird es erst eine Woche vor der Wahl geben.
Letztes Beispiel ist hier die Abstimmung über die Netzsperren, hier hat die FDP – im Gegensatz auch zu den Grünen, bei denen es zahlreiche Enthaltungen gab geschlossen gegen das Vorhaben der schwarz-roten Regierung gestimmt.Wisst ihr wer noch? Die Linke. Yay, lasst uns alle Die Linke wählen, die ist ja wohl ganz offensichtlich eine lupenreine Bürgerrechtspartei, hat die FDP gesagt.
Klar ist: Die Liberalen treten nur dann in eine Regierung ein, wenn zentrale Bürgerrechtseinschränkungen zurück genommen werden.Oder andersrum (siehe oben).
Geistigen [sic!] Eigentum und reales Eigentum sind für uns Ausdruck der menschlichen Individualität und Schaffenskraft und dürfen nicht grundlos vergemeinschaftet werden.Und dass Ihr Kunstworte wie "Geistiges Eigentum" unreflektiert übernehmt, ist für mich Ausdruck mangelnder Beschäftigung mit dem Thema, politisch wie privat. Und zu versuchen uns mit Kampfbegriffen wie 'vergemeinschaftet' in eine linke Ecke zu stellen zieht nicht.
„Bei der FDP sind doch auch nur ‚Internet-Ausdrucker’!“Erinnert mich stark an den hier.
Antwort: Die FDP ist eine moderne Partei, die schon früh die Chancen des Internets für die Politik erkannt hat (Online-Beteiligung am Wahlprogramm, YouTube-Channel der Fraktion). Für die JuLis ist die Nutzung des Internets politisch und privat völlig selbstverständlich. Wir wissen worüber wir reden!
Etwas ändern kann nur der, der erfahren und vor allem in der Regierung ist!Eben, wer braucht schon die Opposition. Wir wählen einfach den Bundestag, der wählt dann den Kanzler, alle Abgeordneten gehen nach Hause und die da oben werden's schon richten. Moment, wer war noch gleich Oppositionsführer?
Die Piratenpartei ist zwar eine Partei, aber sie ist vor allem auch eine Protestbewegung. Junge Leute, die mit dem Internet aufgewachsen sind, fühlen sich nicht ernst genommen und unverstanden. Es geht nicht unbedingt um Politik, es geht darum, den „Alten“ und „Internet-Ausdruckern“ eins auszuwischen.OK, Problem erkannt. Und worauf wartet ihr? Statt mir billige Sprüche gegen die Piraten aus den Fingern zu saugen, hätte ich mich an Eurer Stelle schon längst auf den Weg gemacht diese "Jungen Leute" (seltsam das aus der Feder einer 'Jugendorganisation' zu lesen) in die FDP zu holen. Wenn ihr sie überhaupt wollt. Sich nicht ernst genommen zu fühlen hat ja Eurer Meinung nach auch nichts mit Politik zu tun.
Warum Piratenpartei, wenn ich Bürgerrechte plus ein durchdachtes, freiheitliches Programm für alle anderen Politikfelder von der FDP bekommen kann?Ex falso sequitur quodlibet.
Die Piratenpartei schießt mir Ihrer Position über das Ziel hinaus. Sie will das Urheberrecht im nicht-kommerziellen Bereich faktisch abschaffen und im kommerziellen Bereich vergesellschaften. Dies kommt einer Enteignung gleich. Der Urheber kann dann nicht mehr frei über seine Schöpfung verfügen, er muss sich bevormunden lassen. Der Anreiz etwas zu erschaffen und damit auch für Innovationen und Wirtschaftswachstum zu sorgen, geht verloren.Schade, weiter oben hatte ich fast den Eindruck ihr hättet das Wahlprogramm gelesen.
Liebe JuLis, nicht böse nehmen, es ist Wahlkampf. Ich hoffe Angelo hat Recht.








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